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Die Kreis- und Stadtbibliothek

am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg


Die Kreis- und Stadtbibliothek am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg besteht seit dem Jahr 1976. Sie wurde gegründet - damals noch als Kreisbibliothek im Staatlichen Gymnasium Vilsbiburg - als integraler Bestandteil der Schule. Ihr Anspruch war es damals schon, die Bildungsarbeit eines Gymnasiums mit dem Auftrag einer öffentlichen Bücherei zu verknüpfen. Diese besonders fruchtbare Art der Zusammenarbeit zweier kultureller Einrichtungen erfuhr im Jahr 1980 sogar ihre förmliche Ratifizierung durch einen Vertrag zwischen dem Landkreis Landshut und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus; sie ist deutschlandweit nahezu einmalig.

Als besonders vorbildlich gilt, daß das Angebot der Bibliothek im Rahmen von Vortragsveranstaltungen und Sonderausstellungen einerseits vom Gymnasium mitinitiiert und damit bereichert wird, daß umgekehrt auch das Gymnasium sowie die anderen Schulen vor Ort Nutznießer des Buchsortiments und des eigenständigen Veranstaltungsprogramms der Bibliothek sind. Somit hat es sich in besonderer Weise bewährt, daß die Bibliothek mit ihren drei Mitarbeiterinnen (Monika Aigner, Katharina Bothur, Brigitte Unterreiner) vom Direktor der Schule (Oberstudiendirektor Josef Kraus) geleitet und vom Bibliotheksbeauftragten (Oberstudienrat Thomas Kraft) der Schule unterstützt wird.

Die Bibliothek begann ihren Betrieb im Februar 1976 mit gerade eben gut 3.000 Büchern. Dieser Bestand hat sich seitdem mehr als verzehnfacht: Ende 2002 verfügt die Bücherei über rund 36.000 Medieneinheiten. Dieses Angebot reicht von neuesten Romanen, Reiseführern und Kinderbüchern über alle gängigen Nachschlagewerke bis hin zu geistes-, sozial-, politik-, wirtschafts- und naturwissenschaftlicher Fachliteratur. Das Spektrum umfaßt gleichermaßen Sport- und Kochbücher ebenso wie Bastel- und Computerbücher. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist trotz der nahezu übermächtigen Konkurrenz der elektronischen Medien ungebrochen. Jährlich kommen unter den rund 2.600 Nutzern etwa 72.000 Einheiten zur Ausleihe.
Momentan besträgt der Bestand der Bibliothek ca. 45.000 Bände, und es wurden besondere Projekte zur Leseförderung eingerichtet.

Ursprünglich auf 300 Quadratmetern untergebracht, begann der Landkreis Landshut im Jahr 1996 mit konkreten Planungen für einen Neubau bzw. für eine Vergrößerung der Bücherei. Er gewann dafür auch die Stadt Vilsbiburg, die sich schließlich zur Hälfte an den Baukosten beteiligte; deshalb seit 1998 auch der Name "Kreis- und Stadtbibliothek".

Unter Federführung von Kreisbaumeister Reinhard Bliemel erfolgten Planung und Baudurchführung des Bibliotheksneubaus, und so entstand zwischen dem Spatenstich im Oktober 1997 und der Fertigstellung im August 1998 in weniger als einem Jahr und erheblich unter den ursprünglich veranschlagten Kosten ein öffentlicher Neubau, der die Bücherei samt eigenem Vortragsraum auf nunmehr rund 700 Quadratmetern beherbergt. Die feierliche Einweihung samt ökumenischer Segnung erfolgte am 9. September 1999. Der damalige bayerische Finanzminister Erwin Huber als Festredner, Landrat Josef Neumeier sowie Vilsbiburgs Bürgermeister Helmut Haider würdigten den Beitrag der Kreis- und Stadtbibliothek am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium zur Bereicherung des Kulturlebens in der Region. Bibliotheks- und Schulleiter Josef Kraus versprach namens des Bibliotheksteams, daß die Bibliothek in den neuen Räumen noch nachhaltiger Einfluß nehmen werde auf die Bereitschaft jüngerer und älterer Menschen, zum Buch zu greifen.

Die Kreis- und Stadtbibliothek will jedenfalls einen Beitrag leisten, um den "Zehn Argumenten für das Lesen" auch zukünftig in Zeiten einer expansiven Entwicklung der elektronischen Medien Geltung zu verschaffen. Diese zehn Argumente wurden von der Stiftung Lesen formuliert; sie lauten:

1. Wer liest, entwickelt Phantasie und Kreativität.

2. Wer liest, kann sich besser ausdrücken und hat beim Lernen mehr Erfolg.

3. Wer liest, kommt weiter im Beruf.

4. Wer liest, hat einen Wissensvorsprung und kennt die Wege zu vielen Informationsquellen.

5. Wer liest, wählt besser aus, was er sehen will, und profitiert mehr vom Fernsehen.

6. Wer liest, kann seine Freizeit aktiv gestalten und hat mehr von seinen Hobbies.

7. Wer liest, kommt mit Problemen und Krisen im Leben besser zurecht.

8. Wer liest, lernt die Biographien anderer Personen und erweitert so seinen Lebenshorizont.

9. Wer liest, entwickelt seinen eigenen Standpunkt als mündiger Staatsbürger.

10. Wer liest, verschafft sich den Zugang zum kulturellen Leben.

In dem neuen und ansprechenden Ambiente der Kreis- und Stadtbibliothek wird die Realisierung dieser zehn Ansprüche sicher gelingen. Für das konzentrierte Nachschlagen, Lesen und Exzerpieren gibt es mehr als 30 stille Arbeitsplätze. Ein gesonderter Leseraum bietet aktuelle Presse und Magazine sowie einen Internet-Anschluß. Weitere zwei Computerplätze erleichtern das Zurechtfinden im vorhandenen Sortiment. Der Vortragsraum eignet sich besonders gut für Veranstaltungen mit einem Publikum von bis zu hundert Personen.

Das Bildungswesen und das Bibliothekswesen steht in Vilsbiburg also nicht auf verlorenem Posten. Denn die Kreisbibliothek des Landkreises Landshut am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg hat die Lust am Buch nicht nur gestützt, sondern Tausende jüngerer und älterer Menschen sogar noch mit gesteigerter Lust am Lesen infiziert und damit gegen stumpfe und passive Freizeitgestaltung immunisiert. 

[Weitere Informationen zur Kreis- und Stadtbibliothek gibt es bei www.bibliothek-vilsbiburg.de.]

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